Was du über die Säule 3a wissen musst
17.11.2025
Ob du für die Rente vorsorgst oder irgendwann ein Eigenheim kaufen möchtest – die Säule 3a bietet viele Vorteile. Wir haben die wichtigsten Punkte rund um die gebundene Vorsorge für dich zusammengefasst.
Lass uns mal ein Gedankenexperiment versuchen: Angenommen, du drehst in deinem Leben ein paar Jahrzehnte vor, so als hättest du eine magische Taschenuhr. Und voilà: Du bist über 65 Jahre alt und in Pension. Das bedeutet unter anderem «Goodbye» zu deinem Arbeitsalltag. Du hast deutlich mehr Zeit, aber dafür bleibt auch dein monatlicher Lohn aus. Damit du weiterhin gemütlich bei dir zuhause wohnen, entfernte Länder bereisen und generell das Leben geniessen kannst, spielt die Säule 3a eine wichtige Rolle.
In der Schweiz basiert die Vorsorge auf einem Drei-Säulen-System und sorgt dafür, dass Menschen in der Schweiz im Alter, bei Invalidität oder im Todesfall finanziell abgesichert sind. Die staatliche und die berufliche Vorsorge (1. und 2. Säule) sind obligatorisch und werden von der privaten, freiwilligen Vorsorge (3. Säule) ergänzt. Diese drei Säulen greifen ineinander und bilden gemeinsam das Fundament unserer sozialen und finanziellen Sicherheit. In diesem Blog erklären wir dir das Schweizer 3-Säulen-System im Detail.
Gute Gründe für die Säule 3a
Weil die ersten beiden Säulen obligatorisch sind, könnte man meinen, dass sie für die Pension ausreichen sollten. In der Realität sieht es jedoch anders aus: Erfahrungsgemäss decken AHV und Pensionskasse zusammen nur rund 60 % deines bisherigen Einkommens ab – und damit lässt sich der gewohnte Lebensstandard oft nicht vollständig halten. Um diese Lücke zu schliessen, gibt es die Säule 3a.
Die Säule 3a wird vom Bund steuerlich gefördert. Das bedeutet: Deine Einzahlungen kannst du vom steuerbaren Einkommen abziehen, und dein angespartes 3a-Guthaben ist von der Vermögenssteuer befreit. Pro Jahr kannst du bis zu einem vom Bund festgelegten Maximalbetrag einzahlen. Das Geld bleibt grundsätzlich bis zur Pensionierung gebunden – daher auch der Name «gebundene Vorsorge». In einigen Ausnahmen ist ein früherer Bezug möglich, wie wir im übernächsten Abschnitt erklären.
Wie viel du ab wann einzahlen kannst
Angenommen, wir haben dein Interesse geweckt und du willst zukünftig regelmässig in die dritte Säule einzahlen – wie 62 Prozent der Schweizer:innen zwischen 25 und 64 Jahren. Dann gilt: Du kannst ab 18 Jahren einzahlen, und bis zur Erreichung des ordentlichen Rentenalters oder bei Weiterführung der Erwerbstätigkeit sogar noch fünf Jahre länger. Pro Jahr gibt es zudem einen Maximalbetrag: 2025 beträgt dieser für Angestellte 7’258 CHF. Selbstständige und Arbeitnehmer:innen ohne Pensionskasse können 20% ihres Einkommens einzahlen, maximal 36’288 CHF.
In welchen Fällen kannst du dein Geld beziehen?
Das Geld in der Säule 3a ist gebunden und kann nicht beliebig abgehoben werden. Die gängigste Möglichkeit ist die Auszahlung bei der Pensionierung.
Unter bestimmten Voraussetzungen ist es aber möglich, dein 3a-Geld frühzeitig zu beziehen. Das geht, wenn:
du dir ein Haus oder eine Wohnung kaufst,
du dich selbständig machst,
du deinen Wohnsitz ins Ausland verlegst,
du invalide wirst,
du dein 3a-Vermögen in eine Pensionskasse transferierst.
Im Todesfall geht dein 3a-Vermögen an vertraglich bestimmte Begünstigte, zum Beispiel deine:n Lebenspartner:in oder deine Kinder.
Geduld führt zum Erfolg
Dein Geld für die Säule 3a lässt sich bei den meisten Anbietern unterschiedlich anlegen – vom klassischen Sparkonto bis zu Fonds. Auf einem Sparkonto liegt dein Geld in Bar, also nicht investiert. In Fonds dagegen wird es tatsächlich angelegt. Am gängigsten ist also die Anlage in Fonds, denn so erzielst du Renditen auf dein angelegtes Geld, sprich: dein Geld arbeitet für dich.
Nach einigen Jahren macht sich das besonders durch den sogenannten Zinseszinseffekt bemerkbar. Einfach gesagt: Dein angelegtes Geld erwirtschaftet Zinsen, die wiederum selbst Zinsen abwerfen – quasi Geld, das für dich Geld verdient. Langfristiges Anlegen gleicht ausserdem die Volatilität der Fonds aus, also das Auf und Ab der Märkte. Deshalb lohnt es sich, früh zu beginnen und die Anlagestrategie nicht ständig zu wechseln. Gib deinem Geld stattdessen Zeit, für dich zu arbeiten.
Neugierig, wie viel Vermögen du mit der Säule 3a aufbauen könntest? Mit unserem Rechner kannst du ganz einfach sehen, welches Potenzial deine Einzahlungen über die Jahre entfalten könnten.
Für vergangene Jahre in die Säule 3a nachzahlen
Zum Schluss gibt es noch eine weitere wichtige Neuerung zur dritten Säule, nämlich das mögliche Nachzahlen in die Säule 3a. Ab dem 1. Januar 2026 wird es möglich sein, rückwirkend bis zu zehn Jahre in die Säule 3a einzuzahlen und die Einzahlungen steuerlich abzusetzen. Natürlich wird das auch bei uns möglich sein.
Dazu gibt es ein paar Dinge zu beachten:
Diese 10-Jahres-Rechnung beginnt erst ab 2026. Sprich: 2026 kannst du rückwirkend für 2025 einzahlen und 2035 dann zurück bis zu 2025.
Die rückwirkende Einzahlung ist erst möglich, wenn der Maximalbetrag für das aktuelle Jahr bereits voll ausgeschöpft ist.
Wenn du einmal angefangen hast, dein 3a-Vermögen zu beziehen, ist keine rückwirkende Einzahlung mehr möglich.
Wenn du das ordentliche Pensionsalter erreicht, aber noch nichts von deinem 3a-Konto bezogen hast, ist bis zu fünf Jahre nach dem Pensionsalter noch eine nachträgliche Einzahlung möglich.
Wenn du dazu noch Genaueres wissen willst, empfehlen wir dir die Seite des Bundes. Dort findest du den genauen Wortlaut der Gesetzesbestimmung und viele weitere Infos.
neon Säule 3a
Mit der neon Säule 3a sorgst du ganz entspannt und günstig für die Zukunft vor – nahtlos in deiner neon-App integriert. Aber überzeuge dich selbst: Hier findest du alle Infos zu unserer Säule 3a. Und wenn’s dich interessiert, wie wir uns im Markt mit anderen 3a-Anbietern schlagen, hier gibt’s unseren 3a-Vergleich zu lesen.

