Finde deine passende 3a-Anlagestrategie
10.02.2026
Wenn du bei neon eine Säule 3a eröffnest, stehst du ein bisschen wie am Start einer Wanderung. Je nachdem, wie trittsicher und schwindelfrei du bist, wählst du deine Route: von defensiv bis offensiv hast du bei neon 5 Anlagestrategien zur Auswahl. Um deinen Wanderspass noch persönlicher zu gestalten, kannst du zusätzlich einen Schweizer oder nachhaltigen Fokus setzen. Wanderschuhe geschnürt, Gipfel-Risiko im Blick, los geht’s!
Magst du den Nervenkitzel und gehst auch mal einen schmalen Grat entlang? Oder bleibst du lieber auf gut ausgebauten Wanderwegen und planst jeden Schritt im Voraus? Wie viel Risiko du eingehen willst, zeigt sich nicht nur in den Bergen, sondern auch beim Investieren. Und genau dieses persönliche Risikoprofil spielt auch bei der Säule 3a eine zentrale Rolle.
Warum? Einzahlen in die Säule 3a ist mehr als reines Sparen. Dein Geld wird investiert und bewegt sich mit den Finanzmärkten – mal bergauf, mal bergab. Genau deshalb kannst du bei neon aus fünf verschiedenen Anlagestrategien wählen. Je nach Strategie fallen die Schwankungen stärker oder ruhiger aus. Diese sogenannten Volatilitäten lassen sich gut mit Höhenmetern beim Wandern vergleichen: mehr davon bedeutet mehr Anstrengung, aber oft auch eine bessere Aussicht.
Fünf Anlagestrategien – von gemütlichem Spaziergang bis alpiner Herausforderung
Defensiv 25: Der gemütliche Spaziergang
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T1-Wanderungen verlaufen auf breiten, gut ausgebauten Wegen. Kaum Höhenmeter, kaum Risiko. Ein Klassiker wäre zum Beispiel der Spaziergang entlang des Zürichsees.
Genauso fühlt sich Defensiv 25 an. Mit einem Aktienanteil von 25 Prozent steht der Kapitalerhalt im Vordergrund. Die Schwankungen sind gering, das Wachstum entsprechend moderat. Diese Strategie passt gut, wenn dir Stabilität wichtiger ist als Rendite oder wenn du lieber vorsichtig startest.
Ausgewogen 45: Die einfache Wanderung
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T2-Wanderungen sind etwas abwechslungsreicher. Der Weg ist immer noch gut markiert, es geht leicht bergauf und bergab, wie die Wanderung vom Männlichen auf die Kleine Scheidegg im Berner Oberland.
Ausgewogen 45 bringt genau diese Mischung mit. Rund 45 Prozent Aktien sorgen für mehr Bewegung, ohne dass es gleich ungemütlich wird. Dein Portfolio schwankt spürbar, aber kontrolliert. Ideal, wenn du langfristig investieren willst und mit kleineren Auf und Abs gut leben kannst.
Dynamisch 65: Die klassische Bergwanderung
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Bei T3 wird es alpiner. Schmale Wege, mehr Höhenmeter – hier ist Trittsicherheit gefragt. Eine typische T3-Tour wäre etwa die 5-Seen-Wanderung am Pizol im Kanton St. Gallen.
Mit Dynamisch 65 bewegst du dich ebenfalls näher am Geschehen. Der Aktienanteil von 65 Prozent bringt deutlich mehr Wachstumspotenzial, aber auch stärkere Schwankungen. Diese Strategie eignet sich, wenn du langfristig denkst und kurzfristige Rückgänge aushalten kannst.
Ambitioniert 80: Die anspruchsvolle Bergtour
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T4 bedeutet Konzentration. Der Weg ist teilweise ausgesetzt, die Aussicht spektakulär, Fehler sollte man sich besser keine leisten. Ein Beispiel wäre der anspruchsvolle Aufstieg zum Hundstein-Gipfel in Appenzell.
Ambitioniert 80 funktioniert ähnlich. Mit 80 Prozent Aktien ist dein Säule-3a-Vermögen stark den Märkten ausgesetzt. Die Schwankungen sind deutlich spürbar, langfristig winken dafür höhere Renditechancen. Diese Strategie passt besonders gut, wenn du noch viele Jahre Zeit bis zur Pensionierung hast.
Offensiv 100: Die alpine Herausforderung
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T5 ist nichts für Anfänger:innen. Steile Passagen, viel Verantwortung, volle Aufmerksamkeit. Vergleichbar mit einer hochalpinen Route der Matterhorn-Trek im Wallis.
Offensiv 100 geht beim Investieren denselben Weg. Dein Portfolio besteht nahezu vollständig aus Aktien. Die Schwankungen sind stark, kurzfristige Rücksetzer gehören dazu. Wer sich dafür entscheidet, bringt einen langen Atem mit und bleibt auch dann ruhig, wenn der Weg steinig wird.
In allen Strategien ausser bei Offensiv 100 sind zusätzlich Immobilien- und Rohstoff-Anleihen enthalten. Sie wirken wie stabile Wanderschuhe: Sie geben Halt, bremsen aber auch das Tempo. Um zu sehen, wie sich die einzelnen Strategien im Detail zusammensetzen, hier entlang.
Schweiz-Fokus oder Nachhaltigkeits-Fokus – deine Route, deine Werte
Neben dem Schwierigkeitsgrad kannst du deine Säule 3a weiter anpassen. Mit dem Schweiz-Fokus erhöhst du den Anteil Schweizer Aktien in deinem Portfolio. Entscheidest du dich für den Nachhaltigkeits-Fokus, wird stärker in ESG-konforme Unternehmen investiert. Dein Risikoprofil bleibt gleich – die Route bekommt aber eine persönliche Note.
Langfristig denken lohnt sich – gerade bei der Säule 3a
Unabhängig davon, welche Säule 3a-Anlagestrategie du wählst, gilt beim Investieren eine einfache Regel: Zeit ist dein stärkster Verbündeter. Eine Studie von Morgan Stanley, die mehr als 50 Jahre Marktdaten analysiert hat, zeigt: Bei einem Anlagehorizont von einem Jahr sind rund 23% der Monate negativ. Über zehn Jahre betrachtet sinkt dieser Wert auf nur noch 3%.
Die Säule 3a ist ein Langstreckenprojekt. Wer geduldig bleibt und seinen Weg konsequent weitergeht, kommt meist entspannter ans Ziel – ganz egal, ob auf dem Wanderweg oder beim Investieren.

