Presse
13. Mai 2022

Zwei Wälder voller neon green-Bäume

Seit der Lancierung unseres grünen Alltagskontos neon green haben wir bereits über zwei Millionen Bäume gepflanzt. Zur Feier dieser Meilensteine heben wir unsere Partnerschaft mit Eden Reforestation Projects auf die nächste Stufe – mit zwei ganz eigenen neon-Wäldern! Wo diese wachsen werden und wie das Ganze funktioniert, erklären wir dir hier.

Eden Reforestation Projects ist seit der Lancierung unseres nachhaltigen Alltagskontos neon green unser verlässlicher Baumpflanz-Partner – seit Mai 2021 haben wir mit dem Non-Profit bereits über eine Million Bäume gepflanzt. Mit ihren Initiativen baut Eden Reforestation Projects aber nicht nur den Planeten mittels Aufforstung wieder auf, sondern leistet auch nachhaltige und dauerhafte Unterstützung für die Menschen vor Ort. Mehr zu unserer Zusammenarbeit kannst du hier nachlesen

Zertifikate

Hier laden wir die Zertifikate für die Bäume in unseren neon-Wäldern hoch, welche wir quartalsweise von unserem Baumpflanzpartner Eden Reforestation Projects erhalten. Transparent im neon Style.

April 2022 Planting Certificate Haiti Planting Certificate Madagascar
Juli 2022 Planting Certificate Haiti Planting Certificate Madagascar
Oktober 2022 Planting Certificate Haiti Planting Certificate Madagascar
Januar 2023 Planting Certificate Haiti Planting Certificate Madagascar
April 2023 Planting Certificate Haiti Planting Certificate Madagascar
Juli 2023 Planting Certificate Kenya Planting Certificate Madagascar
Oktober 2023 Planting Certificate Kenya Planting Certificate Madagascar
Januar 2024 Planting Certificate Kenya Planting Certificate Madagascar

Unsere neon Wälder

Nachdem wir einen Meilenstein nach dem anderen erreicht und insgesamt mehr als zwei Millionen Bäume gepflanzt haben, wollen wir diese Erfolge mit unseren beiden neon-Wäldern weiterführen. Aufgrund des politischen Klimas in Haiti hat Eden jedoch beschlossen, das Projekt in «La Vallee DP» zurückzuziehen. Uns wurde aber bereits ein Ersatzstandort angeboten, der nach dem «Tudor Creek» im Südosten Kenias benannt ist.  

Eden Reforestation Projects wird in den nächsten fünf Jahren insgesamt 2'200'000 Bäume in «La Vallee DP» und «Tudor Creek» pflanzen – maximal 440'000 Bäume pro Jahr. Unsere neon-Wälder sind sogenannte «Shared Designated Planting Sites». Das bedeutet, dass wir die Gebiete gemeinsam mit anderen Partnern bepflanzen. Da wir neu an der Pflanzstelle sind, kannst du auf den Bildern sehen, dass die Wiederaufforstung in dem Gebiet bereits begonnen hat: Die lokale Bevölkerung zieht Setzlinge an und pflanzt sie, sobald sie gross genug sind.

Für diejenigen, die jetzt genau (und richtig!) nachgerechnet haben: Wir pflanzen pro Jahr einiges mehr als 440’000 Bäume. Derzeit pflanzen alle neon green-Nutzer:innen je nach Monat zwischen 80’000 und 90’000 Bäume pro Monat, was pro Jahr etwas mehr als eine Million gepflanzte Bäume bedeutet – das Wachstum unserer neon green-Community noch nicht eingerechnet. Das heisst konkret: Im nächsten Jahr werden 440’000 Bäume in unseren neon-Wäldern gepflanzt, der Rest wird wie bisher von Eden selbst auf die verschiedenen Standorte in Nepal, Madagaskar, Mosambik, Äthiopien, den Philippinen, Honduras und Brasilien aufgeteilt – immer dort, wo die Bäume gerade am meisten benötigt werden. Mehr dazu liest du hier.

Ein kurzer Exkurs #1 – Haiti und Eden

Die jahrzehntelange Abholzung der haitianischen Wälder hat verheerende Folgen für die karibische Insel: Nur noch 1% der Primärwälder sind übrig, und die UNO schätzt, dass jedes Jahr weitere 30% der verbleibenden Bäume zerstört werden. Eden Reforestation Projects sah grossen Handlungsbedarf und begann ihre Arbeit in Haiti vor über 10 Jahren. Gleich zu Beginn wurden Baumschulen in vier Provinzen eröffnet – in den mittlerweile zehn Anpflanzgebieten liegt der Fokus von Eden auf der Umsetzung von Agroforsttechniken, die Wassereinzugsgebiete schützen und die Ernährungssicherheit in der lokalen Bevölkerung verbessern

Auf einer Fläche von 4'226 Hektaren werden ausschliesslich in Haiti einheimische Baumarten gepflanzt, wie Leucaena leucocephala, Delonix regia, oder Gliricidia sepium. Zusätzlich tragen die Teams durch die Anpflanzung von Mangroven dazu bei, die Küsten zu stabilisieren und die durch Naturkatastrophen verursachte Erosion zu verringern. Ausserdem stattet Eden die örtlichen Landwirte mit den nötigen Schulungen, Werkzeugen und Setzlingen aus, um ihre Nahrungsmittelproduktion und die Artenvielfalt zu steigern.

Update Juli 2023:

Aufgrund des politischen Klimas in Haiti war es für die Teams von Eden nicht sicher, weiterhin zu den Anpflanzungen Stellen zu reisen und zu arbeiten - das Projekt wurde am 30. Juni beendet an die an die lokalen Behörden übergeben, die sie weiterhin verwalten und schützen werden. Bryan Adkins, CEO von Eden, erklärt den Rückzug der haitianischen Standorte wie folgt: «Aufgrund der zivilen Unruhen und der politischen Krise gibt es einen viel grösseren Bedarf an humanitärer Hilfe, die wir nicht leisten können. Darüber hinaus haben wir im vergangenen Jahr unsere Aufforstungsarbeit sorgfältig ausgewertet, um auf den gewonnenen Erkenntnissen aufzubauen und unsere Wirkung auf die Gemeinschaft und die Umwelt weiter zu steigern. Zu diesem Zweck sind wir dabei, zu einem ganzheitlichen, auf Standards basierenden Ansatz zur Wiederherstellung der Landschaft überzugehen, der Aufforstung und Strategien zur Bekämpfung der Ursachen der Entwaldung umfasst. Dieser Ansatz steht im Einklang mit den Erwartungen der Branche an das Engagement von Unternehmen für den Umweltschutz und die soziale Verantwortung. Aufgrund dieser Entwicklung wurde klar, dass wir nicht in die Skalierung von Standorten in Indonesien investieren können, um die Standards der Landschaftswiederherstellung zu erfüllen. Nach sorgfältiger Prüfung und Abwägung dieser Einschränkungen sowie des derzeitigen Wirtschaftsklimas und des Rückgangs der Finanzmittel sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir unsere Aktivitäten in Haiti und Indonesien einstellen müssen.»

Ein kurzer Exkurs #2 – Madagaskar und Eden

Madagaskar gehört wegen seiner einheimischen Arten und des starken Lebensraumverlusts zu den weltweit höchsten Prioritäten für den Erhalt der biologischen Vielfalt, denn 75% der madagassischen Arten sind einzigartig und nur 10% der Primärwälder existieren noch. Die Zerstörung von Mangrovenwäldern entlang der Küste hat einerseits dazu geführt, dass Schlamm ins Meer gespült wird, was die einstmals produktive Fischerei zerstört und erhöht andererseits die Anfälligkeit der Küstengebiete für Wirbelstürme, Tsunamis und Überschwemmungen.

Als Reaktion auf den grossflächigen Verlust der Mangroven begann Eden 2007 mit der Wiederaufforstung in Mahajanga. Gemeinsam mit der örtlichen Gemeinde hat Eden das Mündungsgebiet von abgestorbenen Bäumen befreit, eine Vielzahl einheimischer Pflanzenarten gesammelt und bei Ebbe Bäume gepflanzt. Weniger als ein Jahrzehnt später hat sich das Gebiet zu einem blühenden Mangrovenwald entwickelt, der zur Rückkehr eines gesunden aquatischen Ökosystems geführt hat.

Was 2007 mit der Aufforstung von Mangroven begann, wurde 2012 auf eine Vielzahl von trockenen Laubwäldern im Hochland ausgeweitet – wie auch auf unsere Planting Site im Nationalpark Ankarafantsika. Der Park ist die Heimat von acht bedrohten Lemurenarten und 70% der 820 Pflanzenarten im Park sind nur in Madagaskar auffindbar.

Ein kurzer Exkurs #3 – Kenia und Eden

Kenia, bekannt für eine vielfältige Tierwelt und verschiedenen Waldarten, hat in den letzten Jahrzehnten extreme Abholzungen erlebt. Durch Rodung, Verbrennung von Holzkohle oder illegale Besiedlung zur Schaffung von Ackerland wurde der Waldverlust beschleunigt und führte zu einem Anstieg schwerer Dürren und extremer Armut. Im Jahr 2019 begann Eden mit der örtlichen Gemeinde, einer lokalen Forst-Stiftung, sowie regionalen und nationalen Regierungsinstitutionen zusammenzuarbeiten, um ihr Büro, die Bepflanzungsflächen und die Baumschulen einzurichten. Das Anpflanzen begann im März 2020 und trotz einer weltweiten Pandemie liess sich Eden nicht davon abhalten, ihr Ziel – die 10%-ige Bewaldung – zu erreichen. Allein im ersten Monat konnten sie 50’000 Bäume pflanzen! Eden bepflanzt nun 45 Stellen in Kenia, von denen eine als designierter neon-Wald mit dem Namen «Tudor Creek» eingerichtet wurde.

Wie geht’s weiter mit den neon-Wäldern?

Die Teams von Eden machen vor Ort Fotos mit Geotags – so werden die Pflanzstellen mit Standortkoordinaten versehen, um die Ansiedlung und das Wachstum der Pflanzen über Zeit genau dokumentieren zu können. Die Teams von Haiti und Madagaskar leiten die Fotos an das US-Überprüfungsteam von Eden weiter, welches die Koordination der Fotos kontrolliert. So wird sichergestellt, dass die Fotos innerhalb der korrekten Bepflanzungsgrenzen aufgenommen wurden. Eden misst den Fortschritt in 6-monatigen Abständen, beginnend unmittelbar nach der Pflanzung und bis mindestens drei Jahre lang nach Abschluss des Projekts.

Eden teilt nach erfolgreicher Überprüfung die Fotos mit uns – und wir transparent im neon-Style hier mit euch.

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